Und jährlich grüßt das murmeltier…

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Oder man könnte auch sagen: Wie es jedes Jahr, kurz vorm Winter, wieder eine unserer „Bertas“ schafft sich an einem geheimen Plätzchen ihr Mutterglück zu erfüllen…

Als ich mit Wirbelwind vor zwei Tagen in der Scheune, beim Füttern der Hasen, erst Gackern und dann verdächtiges Gezwitscher hörte, ahnte ich es schon. Die Zeit passte, Anfang Oktober. Scheinbar jährlich die perfekte Zeit für eines unserer Hühner sich zurück zu ziehen und irgendwo, versteckt vor allen Blicken, zu brüten. Wie in jedem Jahr wundert uns, dass sie es immer erst heimlich versuchen wenn sich das Jahr dem Ende neigt und es kälter wird. Und das es auch immer nur ein Huhn versucht, selbstverständlich jedes Jahr ein anderes. Natürlich haben wir auch im Frühjahr und Sommer „Glucken“. Allerdings versuchen diese ihr Glück nie irgendwo zurück gezogen, sondern einfach auf den Nestern im Stall. Vielleicht kommen wir ja eines Tages dahinter was der Grund für dieses Verhalten ist.

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Jetzt freuen wir uns erstmal über die acht neuen Hofbewohner und hoffen, daß sie bis zum Winter noch ordentlich an Größe und Gewicht zu legen und die kalte Zeit gut überstehen.

Die wöchentliche Kürbisernte

Wie jedes Wochenende hieß es auch an diesem wieder, ab auf den Acker und Kürbisse ernten.

Da uns das Unkraut in den Sommerferien, während wir uns mit Städtetrips und Besuchen im Zoo oder Lego-Land die Zeit vertrieben haben, unaufhaltsam auf dem ganzen Acker überholt hat, gleicht das stets einer Ostereiersuche. Immer wieder ist die Freude groß, wenn man eine reife Frucht gefunden hat und diese auf die Schubkarre laden kann.

Wir haben viele verschiedene Sorten in diesem Jahr erstmals ausprobiert. Eher enttäuschend wären für uns die Sorten „Spaghettikürbis“ und „Bush Delicata“ . Entweder sind die Samen garnicht aufgegangen oder sie lieferten nur ein oder zwei Früchte. Von diesen Beiden werden wir wohl im kommenden Jahr keine Samen mehr verwenden. Am meisten überrascht haben uns die Sorten „Custard white“ und „Ölkürbis“. Der Ertrag und die benötigte Fläche haben uns überzeugt. Diese beiden wird es im nächsten Jahr auf unserem Acker ganz sicher wieder geben. Ist der Ölkürbis für uns vorallem als Schnitz- und Dekokürbis von Bedeutung, so schmeckt der Custard in Scheiben geschnitten und in der Pfanne oder auf dem Grill gebraten super lecker.

Ein ganz besonderer Kürbis für uns ist „Willi“. Die Samen dieses Riesen bekamen wir, weil ich seinen „Vater“ im letzten Jahr, als die Erntesaison vorbei war, aus meiner Kita mitnehmen durfte, um ihn den Tieren zu füttern. Da dieser von so stattlicher Größe war, dass er den jährlichen Wettbewerb zum Kürbisfest gewonnen hat, konnte Steve nicht anders als Kerne von ihm aufzuheben. Ich hätte nie gedacht, daß diese auch auf unserem Acker solch eine große Frucht tragen. Und nun schließt sich der Kreis. Unser „Willi“ wird noch in dieser Woche in Wirbelwind Oles Kita einziehen und dort die Herbstzeit verbringen und sicher so einige Kinder und Eltern zum staunen bringen.

Mal sehen was wir in den kommenden Wochen noch ernten dürfen. Da sind mit Sicherheit noch einige Schätze unter dem Unkraut verborgen.

Das neue Gemüsehäuschen

Endlich ist es fertig. So lange geplant und nun geschafft ist es ein großer Haken auf unserer To-Do Liste.

Schon im letzten Jahr haben wir überlegt, dass es doch sehr umständlich ist das zum Verkauf angebotene Gemüse jeden Abend wieder herein zu holen – Ein Versuch, es einfach über Nacht im Verlaufsregal zu belassen, führte leider zum Diebstahl. Da entstand in uns der Gedanke eines festen Gemüsehäuschens. In diesem Jahr konnten wir es endlich umsetzen. Recht schnell war ein passendes Holzhaus ausgesucht und bestellt. Etwas länger dauerte es dann den Untergrund dafür vorzubereiten. Wir entschieden uns diesen zu pflastern, da wir dafür nahezu alle Materialien auf dem Hof hatten. Corona verschaffte uns dann die Zeit, die wir benötigten.

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Leider sorgte der Shutdown aber auch dafür, daß der geplante Lieferzeitpunkt nicht eingehalten werden konnte. So mussten wir zunächst doch wieder mit unserem Gemüseregal vom letzten Jahr vorlieb nehmen. Als das Häuschen dann endlich kam, hatten andere Punkte (vorallem Ernten und Verarbeiten) gerade Priorität. So musste das Haus auf seinen Aufbau warten.

Pünktlich zur Kürbisernte haben wir es aber nun endlich geschafft es aufzubauen. War ich zunächst skeptisch ob es auch nur einen Sturm überstehen würde, so hat es mich am Ende doch voll überzeugt.

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Ich finde es ist super geworden und die Erleichterung ist jeden Abend zu spüren. Die ersten Käufer haben sich auch schon hinein verirrt. Wir hoffen auf viele weitere.

Wann genau ist Ein Gemüse zu Teuer?

Jedes Jahr wenn die Erntesaison beginnt, wir den Verkaufsstand am Zaun wieder aufstellen und dann das erste Gemüse auspreisen überlegen wir wieder, welcher Preis jeweils angemessen ist. Ab wann ist etwas zu teuer? Wieviel darf man verlangen? Was hat es uns gekostet die Dinge zu „produzieren“? Was möchten und müssen wir dafür verlangen?

Dann orientieren wir uns am Kilopreis von anderen Bio-Artikeln im Internet und passen das dem an, was wir selbst bereit wären für Gemüse zu zahlen. Eine Unsicherheit bleibt aber trotzallem immer, ob man nicht doch „zu teuer“ ist.

Heute habe ich dazu etwas Interessantes gelesen. Eine, wie ich finde, gute Beschreibung von „teuer“ und „billig“. Bei beiden Begriffen kommt es nicht darauf an, was ich mir leisten kann, sondern darauf, ob der Artikel seinen Preis wert ist. Wird etwas für einen Preis verkauft den es nicht wert ist, dann ist es zu teuer. Wird etwas unter seinem Wert verkauft, dann ist es billig. Für mich eine große Erkenntnis. Wenn ich überlege, wieviel Zeit und liebe wir in den Anbau der Produkte stecken. Wie oft gegossen und Unkraut gejähtet wird. Wie langwierig oft die Ernte ist, weil nahezu alles von Hand geerntet wird, dann bin ich mir sicher, das keines unserer Gemüse zu teuer ausgepreist wird.

Hallo Welt! Da sind Wir

Es war ein langer Weg hier her. In jeder Hinsicht. Zum einen, brauchte es dann doch etwas Mut diese Seite tatsächlich zu starten. Bedeutet dieser Start doch, dass nun jeder mitverfolgen kann, was bei uns so passiert (natürlich ist auch genau das der Grund dafür diese Seite ins Leben zu rufen aber es kostet mich dennoch Überwindung). Zum Anderen, gibt es so viele rechtliche Dinge zu beachten die es einem auch nicht einfacher machen. Aber, egal wie lange es gedauert hat und egal wieviel Mut es brauchte, nun sind wir hier und freuen uns so sehr darauf von uns, unserem Traum und vorallem unserem Alltag auf dem Weg dahin, zu berichten. Mindestens genauso freuen wir uns auf den Austausch und die interesannten Kommentare. Legen wir los…