Die letzte Käseherstellung…

Als letzte Handlung unserer diesjährigen Käseherstellung haben wir uns an Feta probiert.

Vom Prinzip habe ich ihn genauso gemacht wie den Schnittkäse aber nach einem Tag trocknen bei Zimmertemperatur wurde er in Lake (Molke mit 10% Salz) eingelegt. So durfte er dann 5 Tage schwimmen.

Um ihn etwas länger haltbar zu machen, und natürlich auch weil wir es so mögen, haben wir ihn dann in Würfel geschnitten und in Öl eingelegt. Als Zugabe kamen Salbei, Tymian, Rosmarin, Chili, Pfeffer und Knoblauch hinzu. In zwei Wochen wissen wir dann, ob der erste Fetaversuch geglückt ist.

Lecker sieht es auf jeden Fall aus😋

(Nachtrag vom August 2021)

Edit: Er war auch super lecker!

Ein Baum voll Freude…

Garnicht weit von unserem Haus, den alten Bahndamm entlang steht ein wunderschöner, großer Mirabellenbaum. Die letzten Jahre trug er leider gar keine Früchte aber bei unserem letzten Spaziergang sahen wir voll Freude…in diesem Jahr hängt er voll bis obenhin.

Heute war es dann endlich soweit. Wir machten uns geschwind auf, den ersten Eimer voll zu pflücken. Am Ende war nicht nur der Eimer, sondern auch der Magen und die Taschen gut gefüllt 🤣 und alle hatten großen Spaß daran.

Jetzt geht es ans Verarbeiten. Neben Marmelade und der Verwendung im Kuchen haben wir bisher auch schon Saft daraus gemacht. Was genau daraus in diesem Jahr werden soll wissen wir noch nicht.

(Nachtrag vom August 2021)

Eine schnittfeste Sache…

Am vergangenen Wochenende hab ich den ersten Schnittkäse angesetzt.

Nach einigen Stunden Arbeit – vom Säuren über den Labzusatz bis hin zum Schneiden, Rühren und Pressen – musste er dann noch 24 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen.

Jetzt reift er schon etwa eine Woche bei ca. 15C° und über 80% Luftfeuchte in einem alten Kühlschrank. Da die Temperstur, selbst auf niedrigster Stufe immer zu gering war, arbeite ich hier mit einer Zeitschaltur, die den Kühlschrank nur insgesamt 4 Stunden über den Tag verteilt laufen lässt.

Da die Tür nur einmal am Tag zum wenden und Schmieren geöffnet wird, passt die Temperatur so viel besser. Ein wenig schwankt sie aber noch, deshalb wird die nächste Investition ein Weinkühlschrank sein.

(Nachtrag vom Juli 2021)

Edit: Er war wirklich sehr lecker!

Masthähnchen die Erste…

Im letzten Jahr haben wir uns zum ersten Mal „Masthähnchen“ geholt. Wie empfohlen, haben wir sie nur im Stall gehalten und mit Pellets gefüttert. Schon nach ganz kurzer Zeit konnten sie nicht mehr wirklich laufen und waren „ausgewachsen“. Nach dem Rupfen und Austrennen der Keulen und Brüste war klar, daß sind genau die Teile die man sonst verpackt beim Discounter bekommt. Viel Fleisch in kurzer Zeit. Also…Ziel erreicht?

Für uns war, schon als wir die Hühner nur noch im Stall liegen sahen, klar – nie wieder möchten wir Tiere auf diese Art halten. Und auch wenn es von dem netten Mann am Verkaufswagen nahezu als einzige Möglichkeit betitelt wurde, machen wir es in diesem Jahr anders…

Wir haben uns Bruteier bestellt, diese in den Brüter gelegt und die Küken, direkt nach dem alle geschlüpft waren, auf zwei Glucken verteilt. Nun leben sie im Chickentraktor unter freiem Himmel, bekommen von Oma, neben Pellets, auch immer wieder klein geschnittene Brennnesseln, Ei und Schrot.

Und auch wenn das nicht die „einzig mögliche“ Art ist Masthähnchen zu halten, und auch wenn sie jetzt natürlich nicht so schnell wachsen wie unter den anderen Bedingungen, sind wir mega glücklich. Alle Küken sind fit und interessiert. Sie scharren, picken und laufen aufgeregt hin und her.

(Nachtrag vom Juni 2021)

Lange nichts von einander gehört…

Leider war es hier länger etwas ruhig, das tut uns wirklich leid und das heißt nicht, dass nichts auf dem Hof passiert ist. Ganz im Gegenteil gab es viel zu berichten. Allerdings haben wir uns in den letzten Monaten eher auf andere Plattformen konzentriert und die Seite dabei leider etwas schleifen lassen. Warum? Gute Frage!

Hauptgrund war wohl, das ich diese Seite hier ins Leben gerufen habe, weil ich etwas schreiben wollte was andere lesen, was interessant, vielleicht amüsant und nachvollziehbar ist. Was mir hier allerdings fehlte, war die Resonanz (vorallem Aufgrund meiner Unfähigkeit einen „Besucherzähler“ einzurichten ). Dadurch war leider nicht klar, wer Leser unserer Seite ist, beziehungsweise ob es überhaupt welche gibt.

Natürlich ist das nicht Alles aber es ist für ich einfach noch schöner, wenn ich weiß, was man schreibt wird auch angenommen und gelesen. Wenn Ihr also auf diese Seite stoßen solltet und den ein oder anderen Beitrag lest, wäre es toll, wenn Ihr einen kurzen Kommentar hinterlasst. Es macht doch allen mehr Spaß, wenn ein Austausch herrscht und wir freuen uns über jeden Hinweis, jedes Hallo oder auch sachliche Kritik – alles ist wertvoll. So, und zum Abschluss darf ich verraten, es wird hier jetzt wieder mehr passieren. Ich werde euch zuerst mal nachreichen was im letzten Jahr alles so passiert ist. Und zum anderen, natürlich, auch wieder über aktuelle Dinge berichten die hier passieren.

Bändchengewebe die Erste…

Getreu unserem Motto: Man muss alles mal ausprobieren, vorallem das was spannend klingt und Arbeitserleichterung verspricht, haben wir am Wochenende mal wieder etwas – für uns – Neues ausprobiert.

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte Steve im Netz vom sogenannten „Bändchengewebe“ gelesen. Das ist eine Art feste, gewebte Unterlage aus Kunststoff die auf die Erde gelegt wird. Sie soll verhindern, daß neben den gesetzten Pflanzen auch Unkraut wächst. Klingt sehr vielversprechend und die Stimmen im Netz waren überwiegend sehr positiv. Also wurde es bestellt, zunächst in „kleineren“ Mengen zum Testen.

Den Start machten wir jetzt mit dem 1×25 Meter Stück welches für die Zucchini gedacht war. Als erstes haben wir den Boden mit Hilfe der Radhacke gelockert und mit dem Rechen geglättet. Anschließend haben wir die Bahn ausgerollt und überlegt, wie wir sie an den Rändern beschweren könnten. Wir entschieden uns gegen die Vorschläge aus dem Internet sie einzugraben und verlegten stattdessen mehrere alte Dachziegel als Beschwerung.

Nun hieß es: Feuermachen. In einem alten, verrosteten Eimer brachten wir Holzkohle zum glühen und bogen uns einen festen Draht zu einer Art „Brandeisen“. Um kühle Finger zu bewahren, versahen wir dieses noch mit einem Griff aus Holz. Nun wurde mit Hilfe eines Zollstockes alle 100cm ein Loch mit ca.10cm Durchmesser in das Bändchengewebe gebrannt (das Brandeisen in der glühenden Kohle erhitzen und auf das Gewebe pressen). Da wollten auch die Jungs unbedingt dabei sein und waren kaum zu bremsen.

Zu guter Letzt blieb uns dann nur noch, die im Frühjahr vorgezogenen Zucchinipflanzen in die vorgesehenen Löcher zu pflanzen. Jetzt sind wir gespannt, wie sich das Unkraut verhält und wieviele Jahre das Gewebe nutzbar bleibt. Da uns die erste Verwendung aber schon so überzeugt hat, haben wir direkt nochmal zwei Gewebe, mit den selben Abmaßen, für die Kohlpflanzen bestellt.

Alles Käse…

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit, die Milch unserer ersten „Melkwoche“ in diesem Jahr sollte zu Käse verarbeitet werden.

In diesem Jahr haben wir etwas verspätet mit dem Melken begonnen. Das war vielem geschuldet. Zum Einen haben wir es bewusst etwas hinaus gezögert da man, einmal mit dem Melken begonnen, dann auch täglich dabei bleiben muss. Zum Anderen, mussten die Ziegen noch entwurmt und von Haarlingen befreit werden. Und zu guter letzt, waren wir uns noch unschlüssig, wieviel der Damen wir in welchem Rhytmus melken wollten (entschieden haben wir uns für vier Ziegen, nur am Morgen) – Die gemolkene Milch will ja auch verarbeitet werden.

Nun waren also endlich die ersten 10 Liter zusammen und die Käserei konnte beginnen. Diese sollten zu Frischkäse bzw. Quark verarbeitet werden.

Zunächst wurde die Milch bei 70C° pasteurisiert. Dafür verwende ich den, extra im letzten Jahr angeschafften, Einkochtopf. Dieser erleichtert die Arbeit ungemein. Er erhitzt die Milch auf die gewünschte Temperatur und hält diese für die eingegebene Zeit. So kann man in der Zwischenzeit Anderes erledigen – davon gibt es hier ja immer genug.

Nachdem die Milch anschließend wieder auf 22-26 C° abgekühlt war, kamen die Milchsäurebakterien hinzu. 2-3 Stunden später dann das Lab. Nun hieß es warten. Nach weiteren 20 Stunden bei Zimmertemperatur konnte der Käse von der Moke getrennt werden. Dies erledige ich immer im Siebeinsatz eines Entsafters. Ich lege diesen mit einem Moltontuch aus und schütte den gesamten Topfinhalt hinein. Jetzt lasse ich alles 30 Minuten ruhen. Dabei läuft ein Großteil der Molke ab. Nach dieser halben Stunde schlage ich das Tuch über dem Käse zusammen und presse ihn mit immer größer werdendem Druck noch für weitere 1,5 Stunden.

Wenn das erledigt ist, hat der Frischkäse die von uns gewünschte Konsistenz und ich fülle ihn in die Käseformen. Diese bleiben dann für weitere 24 Stunden, abgedeckt unter dem Moltontuch, bei Zimmertemperatur in der Küche stehen. Hin und wieder wende ich sie in dieser Zeit, damit die Molke noch besser ablaufen kann.

Zu guter letzt, Teile ich den Käse jeweils in zwei Hälften und salze diese ein. In diesem Schritt kommen auch die anderen Gewürze an den Käse – ausgewählt ganz nach unserem Geschmack.

Die eine Hälfte frieren wir dann ein und die Andere, die lassen wir uns schmecken.

Das wahre Gold der Inka…

Ja so wird sie bezeichnet, die Kartoffel. Und wer hier schon länger mitliest der weiß, dass sie auch für uns und besonders für Papa, etwas ganz besonderes ist. Aus welchen Gründen auch immer, die Kartoffel hat es ihm angetan. So hat er sich ja auch besonders über seinen Kartoffel-Adventskalender gefreut. Und nun war es an der Zeit, die Saatkartoffeln in die Erde zu bringen.

Zunächst hat Steve alle aufbewahrten Kartoffeln nochmal durch sortiert, da doch immer mal wieder eine schlechte dabei sein kann. Dann wurden die Saatkartoffeln, fein säuberlich nach Art sortiert, in Kisten verladen zum Feld gebracht.

Dank unserer Kartoffellegemaschine war das eigentliche „Pflanzen“ der Kartoffeln dann recht einfach. Dafür werden die Saatkartoffeln in die zwei Behälter der Maschine gepackt und Reihe für Reihe auf den Acker gebracht. Hierbei sitze ich obenauf und schaue, das die Erdäpfel gleichmäßig gelegt werden und die Maschine keine Aussetzer hat. Trotz ihres doch recht hohen Alters, funktioniert sie nahezu tadellos.

Am Ende heißt es dann nur noch, die Reihen nochmal nachhäufeln und das Kartoffel legen ist beendet – eigentlich. In diesem Jahr sind dann noch zwei ganz besondere Kartoffelreihen dazu gekommen. Diese hat Steve mit der Hand und größter Sorgfalt selbst gelegt. Hier schlummern seine „Schätze“ – die Kartoffeln aus dem Adventskalender. Da das immer nur drei bis vier Stück pro Sorte waren, mussten diese natürlich einzeln gepflanzt werden und mit Stäben gekennzeichnet. So wissen wir bei der Ernte noch, welche welche sind.

Und nun hoffen wir auf gute Wuchsbedingungen und wenige Kartoffelkäfer. Denn die wollen alle von Hand abgelesen werden.

Mal wieder was kreatives…

Immer wenn Mama mal wieder mit einer neuen Dekoidee für den Vorgarten daher kommt, sieht Papa vor seinem geistigen Auge eine neue Stelle um die gekonnt herum gemäht werden muss.

Diesmal aber ist sogar Steve vom Ergebnis angetan und sieht den Nutzen.

Alles fing mit einem alten Bettteil an, welches wir vor Jahren irgendwo auf dem Hof beim Räumen gefunden haben. Ohne zu wissen für was genau es verwendet werden könnte, setzte ich mich dafür ein, es aufzuheben. So stand es jahrelang – aus den Augen aus dem Sinn – unter dem alten Carport. Da dieser nun sehr baufällig ist, haben wir alles was dort gelagert war verräumt. Und plötzlich war es wieder da, das alte Bettteil.

Immernoch ohne zu wissen wofür genau, fing ich damit an, es abzuschleifen und war von der Maserung unter der alten Farbe begeistert.

Bei einem Spaziergang mit den Jungs durch den Wald fiel mir dann noch eine komplett verrostete Gießkanne in die Hände. Und da entstand in mir die Idee, beide Teile als Deko im Vorgarten zu kombinieren. Eigentlich wollte ich die Kanne nach dem säubern im rostbraunen Zustand belassen. So hob sie sich aber farblich nicht sonderlich vom Bettteil ab. Dieses hatte Oma mit farbloser Lasur gestrichen, da ich die Maserung unbedingt erhalten wollte. Eine Farbe für die Kanne musste also her…Nach einigem hin und her überlegen sollte es schwarz werden.

Als die Kanne gestrichen und vor dem Bettteil arrangiert war, war war die Stimmung verhalten. Irgendetwas fehlte noch. Da fiel mir das alte, kaputte Stallfenster wieder ein, welches in der Scheune gelagert war. Kurzerhand entfernte ich mit unserem Wirbelwind das alte Glas und die Fugenreste und Oma Strich es ebenfalls schwarz. Perfekt, die dreier Kombo passte prima.

Auf das Bettteil wollte ich eigentlich einen netten Spruch schreiben, so etwas was den Leuten beim Lesen gute Laune macht. Aber dann kam es doch anders. Plötzlich hatte ich die Idee unseren Namen und die Hausnummer in groß zu verewigen. Denn nur zu oft fuhren die Leute, auf der Suche nach unserem Haus, an uns vorbei weil man die Hausnummer nicht wahrnahm. Das soll nun hoffentlich der Vergangenheit angehören.

Als alle drei Teile mit der Schrift am vorgesehenen Ort platziert waren, war die Freude groß. Jetzt hoffen wir nur, daß niemand anders die Teile so toll findet wie wir und sie einfach mitgehen lässt 😜

Zicken Alarm…

Wenn es im Ziegenstall Kraftfutter (gequetschten Hafer oder, als besonderes Highlight, Maisflocken) gibt, dann fahren die Damen die Hörner aus und es herrscht Zicken Alarm. Ganz undamenhaft wird dann geschubst und gestänkert. Was auch immer wieder die Kleinen abbekommen.

Für uns war es deshalb an der Zeit, endlich die geplanten „Fressgitter“ zu bauen. Um den geringen Platz sinnvoll zu nutzen, sollte das dann gleich mit einem Lämmerschlupf verbunden werden.

Gesagt – getan. Zunächst mussten dafür die alten Bretter weichen und neue angebracht werden, die allesamt aus den alten Paletten stammen die Steve immer von Arbeit mitbringt. Um das Durchstecken der Köpfe zu ermöglichen, mussten alle Bretter mit einem Ausschnitt versehen und anschließend im richtigen Abstand (nicht zu eng, damit der Hals auch dazwischen passt aber auch nicht zu weit auseinander, damit die Ziegen nicht unten wieder raus kommen) angebracht werden.

Als Abstandhalter halfen ebenfalls Bretter, die vorab in der richtigen Breite zugesägt und dann wieder entfernt wurden. Danach haben wir das Podest gebaut. Gerade so hoch, daß den Lämmern der Platz darunter als Zufluchtsort dient wenn sie sich zurück ziehen wollen aber die Mamas nicht darunter kommen. Als letztes wurde vor jeden Fressplatz eine kleine Kiste aus Holz gebaut in die das Kraftfutter in Zukunft zum füttern gefüllt werden soll.

Beim ersten Testlauf stellten wir fest, dass die Ausschnitte zu weit unten waren, sodass die Ziegen mit ihrem Kopf auch direkt beim fressen wieder raus kamen und der Trennungseffekt nicht gegeben war. Also, geflucht und alles nochmal abgeschraubt um die Ausschnitte tiefer zu machen.

Dann der nächste Anlauf. Diesmal passt alles und wird natürlich gleich neugierig in Augenschein genommen. Die Futterkästen sind zwar etwas nah beieinander sodass sie immer noch etwas miteinander stänkern könnten aber es bleibt in Rahmen und ist viel entspannter als vorher. Zicken Alarm beendet, zumindest in dem Punkt.